Erholung mit Pferden

Berichte

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Lebenshilfe-Werk Marburg | 09.06. – 16.06.2019

Wir freuen uns sehr, dass wir wieder einmal einen neuen Bericht einer Gruppe posten dürfen – vielen Dank dafür :-).

Wir durften eine spannende Woche mit dem Lebenshilfe-Werk Marburg erleben – jeden Tag waren Pferde angesagt. Damit es nicht langweilig wird, kamen (wie auch schon bei der Gruppe davor) 2x unsere Ponys zum Einsatz … Ponyspiele heißt das Zauberwort.
Ja, aufs erste Hören denkt sich jeder Ponyspiele, was soll das … aber wieder einmal mussten wir merken, dass unsere Gäste voll Spaß an den Ponys haben.
Die Aufgabe Ponys zu führen und dabei einen kleinen Parcours zu bewältigen, beinhaltet Herausforderung, Spannung und Spaß. Und auch für uns ist das eine herrliche Abwechslung und total schön zu sehen, wie die Stärkeren und Fitteren den Schwächeren helfen. Ich glaube in der heutigen Sprache würden wir das als tolles „Teamwork“ bezeichnen.

Natürlich kam auch das Reiten nicht zu kurz.

Ein Input von Christine lässt uns nicht mehr los … Stallausmisten für die gehandicapten … falls das künftig gewünscht wird, werden wir das natürlich versuchen umzusetzen …

Liebe Betreuer der Gruppen, die noch zu uns kommen – ist das ebenfalls ein Wunsch von Euch für Eure Gruppen, dann sprecht uns bitte darauf an.

Vielen lieben Dank an die Gruppe vom Lebenshilfe-Werk Marburg für eine tolle Woche, saubere und hilfsbereite Menschen und gute Laune :-).
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Neues aus der Pferdewelt

Es gibt mal wieder Neuigkeiten im Bereich der „alten“ Bande – als wir 2016 im Emsland ankamen, brachten wir Ludya, Lorina, Monik, Flauschi und die tragende Senta mit.
Wer unsere Seite verfolgt, weiß, dass Senta leider noch 2016 ihren letzten Weg antreten musste, jedoch uns vorher noch Valentin geschenkt hat.
Lorina durfte 2017 zu ihrer Vorbesitzerin in Rente und seit 2018 ist auch Ludya auf Rente bei uns.
Flauschi hat ihren Weg mit Zugleistungsprüfung, Fohlen und dem Titel Verbandsprämie eingeschlagen.
Somit bleibt noch „Monik“ – einige werden gemerkt haben, dass sie fehlt.
Wir wussten immer, dass Monik’s Welt das Fahren war. 2017 musste sie aber aus Pferdemangel in den sauren Apfel beißen und das Behindertenreiten unterstützen. Wir haben aber immer gemerkt, dass sie daran überhaupt keine Freude hatte.
Nun nach ihrer Fohlenpause hatten wir überlegt, ob wir sie wieder einsetzen oder nicht – und da unser Motto eigentlich ist, dass kein Pferd gezwungen wird, sondern Spaß an der Arbeit haben soll, sind wir zum Entschluss gekommen, auch für Monik eine passende Lösung zu suchen.

Wer die Welt der Schwarzwälderzüchter kennt, weiß, dass man untereinander spricht und es auch mal vorkommen kann, dass zwei Pferde getauscht werden – so kam es dann wie es kommen musste und Monik steht jetzt bei einem Schwarzwälderzüchter und Hengsthalter in der Nähe von Erfurt. Sie darf dort wieder Mama sein (ja, sie war eine ganz tolle Mama) und wird daneben ausschließlich zum Fahren eingesetzt.

Wir freuen uns für Monik, dass sie eine neue Aufgabe mit ihrer Bestimmung gefunden hat.

Für sie durften wir Dana bei uns herzlich willkommen heißen.
Dana ist ebenfalls ein Schwarzwälder, aber auf Grund ihrer nicht ganz vollständigen Papiere nicht zur Zucht geeignet.

Dana wurde die letzten paar Wochen von uns fürs Behindertenreiten vorbereitet und hatte letzte Woche ihren ersten Einsatz, den sie sehr gut gemeistert hat.

And the Oscar goes to … nicht ganz, aber fast!

Auf der CMT in Stuttgart wird jedes Jahr – durch eine Jury – der Preis „goldener Rollstuhl“ vergeben.

Wir waren sehr überrascht, als wir kurz vor der Messe einen Anruf erhielten, dass wir für die Kategorie „barrierefreie Hotels und Unterkünfte“ nominiert seien.
Wahrheitsgetreu haben wir alle Fragen eines Jury-Mitglieds beantwortet und ein paar Tage später hieß es dann „Sie werden ausgezeichnet“ !

Leider war es uns nicht möglich, den Preis persönlich entgegen zu nehmen, was aber nicht heißt, dass wir uns weniger darüber freuen!

Im Gegenteil – wir waren sehr stolz, als der Postbote das Paket der ZSL brachte und wir die Auszeichnung, sowie den goldenen Rollstuhl in der Hand hielten.

Auf in ein neues Leben

St.Pr.St. Sahra (Widukind x Dirk), Schwarzwälder Kaltblut, Jg. 2005

Sahra kam 2017 zusammen mit Mona zu uns, nachdem Ihr Besitzer die beiden aus Krankheitsgründen abgegeben hatte. Nachdem Sahra dann einige Monate bei einer Bekannten von uns im Reitbetrieb lief, wurde sie in der letzten Saison (2018) bei uns mit den Behinderten eingesetzt. Sie machte ihre Sache wirklich gut.

Dennoch haben wir uns entschlossen, ihr ein neues Zuhause zu suchen – Grund dafür war einfach, dass Sahra einen wirklich guten Vorwärtsdrang hat und keiner unserer anderen Fellnasen mit ihr mithalten kann. Da diese Tatsache gerade für das Fahren oder in der Gruppe laufen etwas mühsam ist und sich Sahra zudem in einer Herde nicht sonderlich wohl fühlt, kam sie bei uns einfach etwas zu kurz.

Dieses tolle Pferd möchte arbeiten und genau das kann sie jetzt tun :-).

Die Stiftung Olmenes aus Holland (http://www.olmenes.nl) war auf der Suche nach einem Schwarzwälder und hatte uns kontaktiert. Nachdem Michelle und Co. mehrmals bei uns zu Besuch waren und Sahra eingehend „getestet“ haben, durfte sie nun umziehen und wird künftig die Stiftung unterstützen. Ihre Arbeiten werden nebst Pflege und Reiten durch Menschen mit Handycap auch Wald- und Feldarbeit sein und irgendwann soll sie auch den Wagen zum Markt ziehen … aber alles erst nachdem sie ihr Fohlen hatte. Wir sind der Meinung, dass das neue Zuhause, welches sie mit einem Tinker teilt, perfekt für sie ist – Arbeit, Abwechslung und keine nervige Herde mehr um sie.

Wir wünschen Michelle und der Stiftung viel Glück und Freude mit Sahra und wir freuen uns sehr, dass wir die weitere Entwicklung miterleben dürfen.

 

Ein Meilenstein für uns …

Im September durften wir die erste Gruppe aus der Schweiz bei uns begrüssen.

Daniela (ja, wir nennen hier ihren Namen weil wir sie nicht erst seit heute kennen) reiste mit 2 weiteren Betreuern und 4 Bewohnern aus unserer alten Heimat an.

Was ein Trubel morgens um 5 Uhr vor unserem Schlafzimmerfenster 🙂 … Augen auf und gedacht, dieses Lachen kennst Du … ja und da waren sie!

Nachdem dann die ersten Worte von Balkon zu Bully gewechselt wurden, entschloss sich die Gruppe ins Dorf zu fahren und Brötchen zu holen, damit wir die Möglichkeit hatten uns den Schlaf aus den Augen zu reiben und Kaffee aufzusetzen.

So begann eine ereignisreiche, spannende Woche. Die Gruppe hatte sich entschlossen das eine oder andere in der näheren Umgebung anzuschauen, aber auch sich aufs Pferd zu wagen.

Dabei ist ein Satz gefallen, der mir persönlich wohl ewig in Erinnerung bleibt … der blinde Otmar hat zu mir gesagt „ich spüre die Weite des Landes hier oben und wenn ich auf dem Pferd sitze, dann spüre ich das noch extremer“ … ich persönlich hoffe, dass Otmar auch in der Schweiz eine Möglichkeit findet wieder mal aufs Pferd zu sitzen.

Es war für uns alle eine wirklich schöne Woche – komisch, mal mit allen in unserer Muttersprache zu sprechen – schön, wie harmonisch alles war.

Die Gruppen, die bereits bei uns waren, wissen, dass wenn es irgendwie möglich ist, wir uns am letzten Abend zur Gruppe setzen und Feedback austauschen.

Hier ist ein Feedback hängen geblieben, dass unserer Meinung nach veröffentlicht werden sollte:

„Die Anreise mit dem Auto verlangt viel ab – gibt es andere Möglichkeiten?“

An dieser Stelle sei erwähnt: ja! Natürlich gibt es die!!!

Die Flughäfen Hamburg, Düsseldorf und Amsterdam liegen alle ca. 2,5 Stunden Autofahrt von uns entfernt. Der Bahnhof Papenburg ist mit 1x Umsteigen in Köln ab Basel zu erreichen.

Bei beiden Varianten können dann hier in Deutschland Behinderten gerechte Fahrzeuge angemietet werden. Zb. bei Avis oder amf-bruns-behindertenfahrzeuge.

Wir helfen gerne auch bei der Organisation 🙂

Leider haben wir von der Einrichtung Borna, Rothrist (noch) keine Fotos erhalten – wollten aber nun diesen (für uns) Meilenstein nicht länger für uns behalten.

Wir hoffen, dass wir die Gruppe wieder bei uns begrüssen dürfen und dass sie Ansporn für weitere Besucher aus der Schweiz sind.

Vielen Dank Euch für eine tolle Woche!

 

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