Erholung mit Pferden

für Zuchtinteressierte

Schwarzwälder – Zucht im Norden und Deckanzeige Wildfuchs

Anfang 2016 sind wir mit unseren 5 Schwarzwäldern ins Emsland gezogen.
Damals war in Niedersachsen noch Westerland eingetragen und das eine halbe Stunde von uns entfernt. Prima, dachten wir – Westerland passt auf die meisten unserer Stuten und steht nahe … im Vergleich zu anderen Hengsthaltern in Niedersachsen, die gute 3 Stunden von uns entfernt sind.

Nachdem dann irgendwann die Nachricht kam, Westerland wurde in den Osten verkauft standen wir da … tja, 3 Stunden hin, 3 Stunden zurück, das können wir uns nicht leisten wenn wir Gäste hier haben.

Also wurde letztes Frühjahr künstlich befruchtet … nach horrenden Kosten, welche ich hier nicht nennen möchte stand fest, es ist nur eine einzige Stute tragend – Ludya!
An dieser Stelle soll erwähnt sein, dass wir uns sehr auf ihr Fohlen aus Markstein freuen 🙂

Wie nun weiter? Der Schwarzwälder Fuchs, oder auch Schwarzwälder Kaltblut, ist ja nicht gerade üppig vertreten – weltweit gibt es etwas über 1000 Schwarzwälder – die Rasse war gegen Ende der 70er Jahre fast ausgestorben. Ein Grund mehr, diese wundervollen Pferde zu züchten!

Als dann das Haupt- und Landgestüt Marbach uns den Deckhengst Wildfuchs anbot, überlegte Hanspeter nicht lange (in einem früheren Bericht bereits erwähnt). Wildfuchs steht nun seit November in Niedersachsen und hat sich gut bei uns eingelebt.
Wir freuen uns, dass bereits einige Besucher bei uns waren und ihn sich angeschaut haben – wer weiss auf wie viele Stuten er passt.

Ja, es ist nun Anfang März und die Decksaison geht bald los – Wildfuchs, oder Willy wie wir ihn nennen, darf dieses Jahr 2 unserer Stuten decken: eine Donnergroll- und eine Feldsee-Tochter.

Aber auch für Fremdstuten steht Wildfuchs ab Mitte März bereit. Wir haben Gastboxen, welche wir Züchtern zur Verfügung stellen – Stuten € 10.00/Tag; Stuten mit Fohlen € 12.00/Tag – Kraftfutter muss mitgebracht werden. Ausserdem verlangen wir von den Stutenbesitzern eine aktuelle Tupferprobe. Auf Wunsch wird den Stutenbesitzern gerne die von Wildfuchs vorgelegt.

Wir freuen uns sehr einen Beitrag zum Erhalt dieser tollen Rasse leisten zu können und mit Wildfuchs einen Vertreter der W-Linie allen Züchtern zur Zucht zur Verfügung zu stellen.

Schwarzwälder Zucht in Norddeutschland - Wildfuchs - Deckhengst

Zucht im Norden – Deckanzeige Wildfuchs:
Wildfuchs von Wilddieb aus einer Retter-Mutter
(komplette Abstammung s. „unser Deckhengst“ weiter unten in dieser Kategorie).

Decktaxe: € 250.00

Wildfuchs steht ab Mitte März 2017 für passende Stuten zum Decken bereit!

Wünschen Sie eine Vorbesichtigung? Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin: 04964 595

Unser Deckhengst

Wildfuchs 2002
Poppea von Ossersohn 3
eingetragener Deckhengst in BW und Niedersachsen
ZLP: 8,01

Unsere Zuchtstuten

Ludya 2001
Stutenstamm Lawine von Deutmar
ZLP: 7,48

Ludya hat am 03.06.2017 ein Stutfohlen von Markstein geboren

 

Monik 2009
Stutenstamm Karlinira von Karlin
ZLP: 8,90

Monik ist trächtig für 2018 von Wildfuchs

 

Amelie 2001
Stutenstamm Astrid – Aehre von Marder 2

 

St.Pr.St. Sahra 2005
Stutenstamm Susi von Millionär
ZLP: 7,66

 

Simona 2009
Stutenstamm Susi von Millionär
ZLP: 7,16

Unsere Jungmannschaft

Unsere Jungmannschaft 2016:

Meriano 2016
Meriano’s Mutter ist aus dem Stutenstamm Inpeta von Milan
Meriano ist ein Vollbruder zum gekörten Hengst Murphy

Valentin 2016
Valentin’s Mutter war aus dem Stutenstamm Susi von Millionär

Unsere Jungmannschaft 2015:

Flauschi 2015
Stutenstamm Flora von Audax Schimmel

Rubina 2015
Stutenstamm Nixe von Deutschmeister

Leyla 2017
Stutenstamm Lawine von Deutmar

Der Schwarzwälder Fuchs

Der Schwarzwälder Fuchs oder auch Schwarzwälder Kaltblut kommt, wie der Name vermuten lässt, ursprünglich aus dem Schwarzwald. Die Rasse wurde gezüchtet um im unwegsamen, hügeligen Gelände Feld- und Waldarbeit zu verrichten. Zu den Hauptmerkmalen des Schwarzwälders gehören Eigenschaften wie genügsam, gutmütig und meist auch sehr ruhig im Temperament, jedoch nicht faul.

Der Schwarzwälder steht auf der roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland. Ende der 70er Jahre war diese Rasse fast ausgestorben.
Es wird jedoch vermutet, dass die Zuchtgeschichte bereits aufs Mittelalter zurück geht. So munkelt man von Aufzeichnungen aus Klöstern von Anfang des 15ten Jahrhunderts über das Wälderpferd. 1896 wurde ein Stutbuch eröffnet und die Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft gegründet.
1880 wurde das Körgesetz eingeführt.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren im Stutbuch knapp über 1200 Stuten verzeichnet. Durch die Motorisierung 1947 entstand ein massiver Rückgang dieser Zahl. Den Tiefstpunkt erreichte die Wälderzucht 1977 mit nur noch 159 registrierten Stuten. Ebenfalls wurden 7 der 9 Hengslinien ausgelöscht. Somit blieben noch die D- und M- Linie über die Hengste Deutschritter und Mittler.
In der Zeit zwischen 1880 und ca. 1960 wurde vermehrt versucht schwere Kaltblüter einzukreuzen. Die Wälderzüchter wehrten sich und züchteten, trotz zum Teil hoher Strafen, lieber mit ungekörten Wäldern weiter. Einzig der Anfang 20. Jahrhunderts eingekreuzte, gekörte Ardenner Hengst Marquis findet sich in vielen Wälderlinien wieder – die anderen schweren Kaltblüter konnten sich nicht druchsetzen.

Aufgrund der nur noch geringen Zahl reinrassiger Stuten wurde es in den letzten Jahrzehnten notwendig einzelne Hengste anderer Rassen zur Zucht zuzulassen um damit eine zu hohe Inzucht zu vermeiden.

Die Norikerhengste Reith-Nero und Wirts-Diamant wurden in den siebziger Jahren Begründer der R- und W-Linien. Mit dem Freiberger Hengst Hauenstein brachte man über die Stutenseite neues Blut in die Rasse. In den achtziger Jahren begründete dann der Freiberger Hengst Dayan die neue F-Linie. In den neunziger entstanden mit Hilfe des Schleswiger Kaltblut Hengstes Varus die V-Linie und mit dem Noriker Hengst Riff-Vulkan die K-Linie, welche sich allerdings nicht durchsetzte.

Jüngst wurden Zuchtversuche mit Leonhard (aus einem Welsh-Cob-Hengst) unternommen. Leider wurde eine neue L-Linie bei der Körung abgelehnt.
Aktuell stehen in BW 28 Deckhengste zur Verfügung, wovon von 2 Frischsamen bezogen werden kann. Bundesweit gibt es an die 40 gekörte Hengste.
Ebenfalls stehen gekörte Hengste in den Niederlanden, in Österreich, USA und Canada. Die Rasse selber hat auch in anderen Ländern ihre Fans gefunden, wie z.B. England, Schweiz, Dänemark usw.

Erwähnenswert ausserdem die Farben des Schwarzwälders! Gewünscht wird ein Dunkelfuchs oder Fuchs mit hellem Langhaar. Grau in der Mähne wird weniger gerne gesehen. Ausserdem wird der Schwarzwälder seit jeher von der Familie Blattert in Dillendorf in Braun mit schwarzem Behang gezüchtet. Letztes Jahr durfte die Familie feiern – es gibt nun einen einzigen gekörten Rapphengst. Die letzte Rappstute war ebenfalls im Besitz von Familie Blattert. Und ja, auch den Schimmel gab oder gibt es – aktuell gibt es nur noch eine einzige Schimmelstute, welche leider bis jetzt nur fuchsfarbene Fohlen brachte. Die Schimmelhengste wurden leider nicht gekört und deshalb kastriert … ob die Schimmelfarbe Fortbestand hat ist fraglich! Schade!

Empfehlungen unsererseits: mit den Büchern Schwarzwälder Kaltblut Band I – III geht die Lektüre nie aus und man kann sich alles Wissenswerte über die Rasse anlesen 🙂