Erholung mit Pferden

Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg

Ja und da war doch noch was … nämlich auch eine tolle Woche mit tollen Leuten und vielen Tipps für uns … Horst hat einen Artikel für die Zeitung verfasst und war so nett, uns einen Abzug dazu lassen …

Danke dafür und bis hoffentlich bald wieder einmal 🙂


Mit Amelie auf Rollstuhltour

Freizeit des Lebenshilfewerkes in einer Pferde- und Ferienpension

„Wir wollen mit Ihnen auf die Lazy Horse Ranch fahren. Es bedeutet „Faule Pferde“. Weil man sich hier so gut ausruhen kann“. So steht es in „einfacher Sprache“ formuliert im Programmheft des „Familienentlastenden Dienstes“ (FED) des Lebenshilfewerkes Waldeck-Frankenberg. Sehr schnell hat sich nach Erscheinen der Broschüre eine Reisegruppe zusammengefunden. Sechs Mitreisenden haben in ihrer jeweiligen Werkstatt des Lebenshilfewerkes und des Bathildisheimes eine Woche Urlaub beantragt und sich für die Reise zusammen mit der Betreuerin Danuta Witkowski und Übungsleiter Horst Behle – hier auf dem Foto zusammen mit Hanspeter Stähli als Inhaber der Pferde- und Ferienpension – angemeldet.

Alle waren sich einig. Es war Urlaub von der ersten Stunde an. Die Familie Stähli machten als Pferde- und Ferienpensionsbetreiber bereits am Anreisetag die Reisegruppe mit dem Reitpferd Amelie und seinen 13 Kolleginnen, der Hündin Emma und den vielen Katzen und Meerschweinchen bekannt. Am selben Abend durften dann alle gemeinsam beobachten, wie die Pferdeherde zusammen mit den anderen Tieren zu Stall gebracht wurde. Dies wiederholte sich die ganze Freizeitwoche über jeden Abend.

Neben den Besichtigungstouren im Emsland und den angrenzenden Niederlanden waren die Reitstunden das besondere Highlight. Als tierliebende Gäste konnte die Gruppe beim Striegeln der Pferde deren Wesen kennenlernen, so dass alle die wollten, auf Amelie oder auf einen der anderen Kaltblüter reiten konnten. Die fachkundigen Hilfeleistungen von Sandra und Hanspeter Stähli sorgten zusammen mit den Aufstiegshilfen dafür, dass niemand am Boden bleiben musste.

Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung

Freizeitaktivitäten sind für Menschen mit Behinderung sehr wichtig. Sie bringen Abwechslung in das Leben, lenken von der Erkrankung ab und ermöglichen Sozialkontakte. Damit ist die Freizeitgestaltung ein wichtiger Bestandteil der Inklusion.

Tiere sind für Menschen mit Behinderung ohnehin wertvolle Begleiter. Viele haben ein Haustier, um das sie sich kümmern und für das sie Verantwortung übernehmen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und hilft ihnen, den Alltag mit Handicap zu strukturieren. Schließlich sind die Tiere auch gut für die Psyche der Menschen. Studien zeigen den positiven Effekt, den Tiere auf das Gemüt haben.

So ermöglichen die Freizeitangebote des FED Erlebnisse von Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Sie bieten aber auch Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung und Raum zur Selbstdarstellung. Darüber hinaus fördern sie den Umgang miteinander sowie die Begegnung mit Ungewohntem und Fremdem. Und nicht zuletzt lernt man einfach viele nette Menschen kennen und entlastet so zugleich die betreuenden und pflegenden Familienangehörigen.

Finanzierung

Das FED-Team des Lebenshilfewerkes berät jeden einzelnen Betroffenen individuell, ob hier Leistungen der Verhinderungspflege, Entlastungsbeträge nach dem Sozialgesetzbuch XI, Sachleistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII oder der Sozialhilfeträger zur Finanzierung herangezogen werden können oder ob die näheren Angehörigen die Leistungen ganz oder zum Teil selbst finanzieren müssen. Die Lebenshilfe hält auch engen Kontakt zur Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg e.V., deren Gründungsmitglied sie ist.

Aktion für behinderte Menschen

Die Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg e.V. (AfbM) ist ein gemeinnütziger Verein, der ausschließlich ehrenamtlich agiert. Oberstes Ziel der AfbM ist die Verwirklichung des Verfassungsgrundsatzes, nachdem behinderte Menschen nicht benachteiligt werden dürfen. Unterstützt werden möglichst unbürokratisch einzelnen Personen, Gruppen und Einrichtungen, wenn die staatliche Fürsorge und Hilfe aufgrund von Gesetzen und Vorschriften nicht möglich ist, nicht ausreichend oder erst sehr spät erfolgt.

Der Geschäftsführer der Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg e.V. Horst Behle unterstützte bei dieser Freizeit die hauptverantwortliche Betreuerin Danuta Witkowski als Übungsleiter. Darüber hinaus stellte der gemeinnützige Verein seinen behindertengerecht ausgebauten Kleinbus als Fahrzeug für die einwöchige Ferienfreizeit zur Verfügung.


Einen Bericht haben wir bewusst rausgepickt … die LebensRäume Duisburg hat uns erlaubt, Bilder zu veröffentlichen, was wir natürlich sehr gern machen.

Aus diesem Grund ist der Bericht noch in Arbeit, wird aber in den nächsten Tagen folgen!

Vielen Dank an all unsere Gäste! Es ist immer wieder spannen und bei jeder Gruppe anders … allerdings eins bleibt sich immer gleich: uns mach die Arbeit mit Euch unheimlich Spass!